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A Core Value

28. Februar 2014

TOYOTA Motorsport GmbH (TMG) debütiert im olympischen Wintersport und unterstützt die Jagd nach Gold der deutschen Athletin Andrea Eskau bei den Winter-Paralympics in Sotschi als Ausrüster.

TMG hat die bei der Entwicklung von Formel 1-Rennwagen und auch beim Bau der Prototypen für die Teilnahme an den 24 Stunden von Le Mans gewonnene Erfahrung im Einsatz von Verbundstoffen in den Bau eines Rennschlittens eingebracht, mit dem Andrea – nach Silber- und Bronze- Medaillen 2010 in Vancouver – bei den Abfahrtsläufen in Sotschi auf Gold-Jagd gehen wird.

Der TMG-Schlitten ist komplett aus Kohlefaser-Verbundstoff gefertigt, wodurch das Gesamtgewicht des Sportgeräts von 5,5 Kg auf gerade mal 4,172 Kg reduziert wurde. Die 42-jährige Sportlerin aus Apolda hat aktiv an der Gestaltung ihres Einsatzgerätes mitgewirkt und vor allem die Vorgabe für die perfekte Sitzgestaltung vorgegeben. 

Paramlympic Champion Andrea Eskau Andrea Eskau Andrea Eskau Andrea Eskau TMG Sled

Die Zusammenarbeit mit TMG begann übrigens bereits 2011, als das in Köln ansässige Unternehmen eine Sitzeinlage für Andreas Handrad-Gefährt anfertigte, mit dem die Athletin dann bei den Paralympics in London zwei Goldmedaillen errang.

Für das aktuelle Projekt begannen Andrea und die TMG-Mitarbeiter Gerard Winstanley, Norbert Schäfer sowie Sergej Blech gewissermaßen mit einem weißen Blatt Papier und erarbeiteten den optimalen Kompromiss aus bester ergonomischer Formgebung und hohem Bedienungskomfort bei größtmöglicher Reduzierung des Eigengewichts des Sportgeräts.

Dabei musste berücksichtigt werden, dass das Sportgerät bei Temperaturen um die Minus 20 Grad Celsius funktionieren muss, also sehr viel kälteren Bedingungen als jedes von TMG je konzipierte Rennfahrzeug.

Dennoch findet sich eine Menge Formel 1-Technologie in dem Schlitten wieder, etwa Elemente der Aufhängung bzw. der Schlittenbeine. Zudem wurde ein innovatives Bindungssystem enwickelt, das ein schnelles Abnehmen der Skier erlaubt. Das ganze Konzept ist auf Gewichtsoptimierung ausgelegt, wobei dennoch ein sicheres Abfahren mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h gewährleistet sein wird.

Dank ihrer im Top-Motorsport gewonnen Erfahrung, fertigten die Verbundstoffe-Experten von TMG ein Chassis, das größtenteils aus Karbonfaser mit einer Wandstärke von 1,5mm besteht, lediglich im Sitzbereich beträgt die Wandstärke 2mm, um den dynamischen Belastungen durch das Körpergewicht in diesem Bereich besser zu widerstehen.

Für die bestmögliche Paßform wurde ursprünglich eine Sitzform in Formel 1-Manier aufgeschäumt, diese Lösung erwies sich allerdings als etwas zu schwer. Deshalb wurden die Orthopädie-Spezialisten Rapp und Seifert, die Andrea bereits seit mehreren Jahren unterstützen, in das Projekt mit eingebunden.

Andrea wird in Sochi insgesamt an sieben Veranstaltungen teilnehmen, darunter Biathlon (6, 10 und 12,5 Km), Langlauf (1, 5 und 10 Km) sowie einem Staffel-Wettbewerb.

Andrea Eskau: „In meinem Sport ist es wichtig, dass der Untersatz sich wie ein verlängerter Teil deines Körpers anfühlt. Und der TMG-Schlitten passt mir wie eine zweite Haut. Die Qualität, sowohl in Design wie in Fertigung, die Gerard und sein Team abgeliefert haben, ist wirklich extrem beeindruckend, der Schlitten ist das Resultat gehobener Ingenieurskunst und anspruchsvoller Fertigungskompetenz. Ich habe bereits ausführlich mit dem neuen Schlitten trainiert und wir konnten dabei das Design noch ein wenig verfeinern. Aus der Sicht des Athleten ist es entscheidend, sich ganz auf den Wettkampf fokussieren zu können. Da kann man Ablenkungen durch ein Sportgerät, das nicht perfekt sitzt oder zu starke Eigenbewegungen auslöst, nicht gebrauchen. Dank TMG habe ich nun vollstes Vertrauen in meinen Schlitten und ich bin entschlossen, ihren Einsatz mit Medaillen in Sotschi zu belohnen.“

Gerard Winstanley, TMG Manager Composite, Fabrication and Rapid Manufacturing: „Es ist ein Privileg, dass wir mit Andrea an diesem Projekt arbeiten durften, sie ist eine wirklich beeindruckende Frau und eine phänomenale Athletin. Ihr Enthusiasmus färbte sofort auf uns alle ab und das Projekt begann schon mit einem fliegenden Start. Dass wir Andrea nach den Londoner Paralympics hier bei TMG begrüßen und ihre beiden Goldmedaillen mal in die Hand nehmen durften, das und ihre Entschlossenheit motivierte uns alle und ließ jeden beschwingt an seine Aufgabe herangehen. Technisch war es eine recht interessante Herausforderung, an die wir ganz individuell heran gegangen sind, denn alles wurde Andrea ganz nach ihren Erfordernissen sozusagen auf den Leib geschneidert. Heraus gekommen ist ein einzigartiger Prototyp, der hoffentlich Andrea helfen wird, die weiteren Medaillen zu erringen, die sie so sehr verdient."

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