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Volunteer jason 2 2

Die TOYOTA Motorsport GmbH hat für das Rennen in Le Mans zusätzliches Personal innerhalb des Unternehmens angefragt, um das Renn-Team vor Ort zu unterstützen. Wir haben mit drei Volontären mit unterschiedlichen Aufgaben gesprochen. Den Start macht Jason, der mit uns seine Erfahrungen  während des anstrengendsten Rennen des Jahres teilt...

Einmal ganz vom Anfang: Was ist das für eine Aufgabe, von der wir hier sprechen?

- Ich bin hier als Truckie-Unterstützung dabei, aber diese Bezeichnung ist relativ nichtssagend, denn es geht um deutlich mehr, als nur einen Lkw zu fahren. Denn die “Truckies” (Bezeichnung in der englischen Umgangssprache für Lkw-Fahrer) sind vor Ort verantwortlich für die Reifen der Rennautos, sorgen für den richtigen Reifendruck, stecken sie in die Heizdecken, machen sie generell einsatzbereit, egal ob Sonne oder Regen. Auch schnell auf unerwartete Situationen zu reagieren wird verlangt.

Klingt ziemlich stressig, mehr Stress als erwartet?

- Mein Arbeitsplatz ist sonst eigentlich der Schreibtisch, denn ich bin Design-Ingenieur und habe das Lenkrad innerhalb dieses Projekt entworfen, also ist das mal eine ganz andere Erfahrung. Teil des Teams bei einem so großen und legendären Rennen zu sein, das war einfach großartig. Ich arbeite mittlerweile seit 15 Jahren im Motorsport, hatte jedoch nur selten die Gelegenheit einmal selbst an der Rennstrecke zu sein und dort auch eine Aufgabe zu haben. Es ist daher großartig einmal diese Seite zu erleben, auch wenn das wirklich anstrengend war.

Dann erzähle uns doch bitte, wie deine erste Erfahrung als Truckie-Unterstützung war.

- Absolut toll. Ich habe sehr schnell eine ganze Menge dazugelernt, denn diese Jungs haben ihre besonderen Techniken und unterschiedlichen Vorgehensweisen, wie sie mit den Reifen während der Sessions umgehen. Es war eine Freude mit den Jungs arbeiten zu können. Christian, der für die Reifen verantwortlich ist, hat da sein ganz eigenes System und bleibt dabei auch immer ruhig, es war daher auch sehr angenehm seinen Anweisungen zu folgen.

Wie kam es denn dazu, dass du dich als Volontär beworben hast?

- TMG hat eine E-Mail verschickt, dass man zusätzliches Personal zur Aushilfe in Le Mans brauchen würde, da es eine so große und geschäftige Veranstaltung ist. Ich habe mich zum ersten Mal beworben, denn ich wollte wenigstens einmal erleben, Teil des Teams zu sein. Es gab unterschiedliche Ausschreibungen, etwa als Sicherheitspersonal, als Hostess oder eben als Truckie-Aushilfe. Ich finde das eine tolle Idee von TMG. Ich war neun Jahre lang Teil des F1-Teams und war nur ein einziges mal an der Strecke mit dabei, um der Design-Abteilung auszuhelfen. Den Leuten die Chance zu geben und in Le Mans Teil des Teams zu sein, vorallem mit einer Aufgabe, die nichts mit meinem eigentlichen Job bei TMG zu tun hat.

Warum wolltest du denn ausgerechnet als Truckie-Unterstützung arbeiten?

- Das Feedback der anderen Jungs hat mich dazu animiert. Ich entschied, dass ich dort Teil des Einsatzteams sein wollte, dazu gehörte für mich am Ende völlig erledigt und schmutzig zu sein. Wenn ich schon die Wahl hatte, dann wollte ich lieber mitten im Geschehen sein.

Le Mans liegt nun hinter uns, ein paar Wochen sind vergangen, welche Eindrücke sind geblieben?

- Es war recht gut unmittelbar danach eine Auszeit zu haben. Ich hatte eine Woche frei und hatte so Zeit das Erlebte zu verarbeiten. Es war eine fantastische Erfahrung und ich kann es jedem nur empfehlen. Falls jemand sich mit dem Gedanken trägt, diese Aufgabe im nächsten Jahr zu versuchen, ich würde auf jeden Fall dazu raten. Aber Vorsicht, das ist wirklich Knochenarbeit, doch für mich war das einfach großartig, denn diese Jungs leisten echte Teamarbeit und das hatte ich so intensiv schon lange nicht mehr erlebt. Im Büro versucht man natürlich auch im Team zu arbeiten, doch dort ist man nicht so mitten im Geschehen und man steht auch nicht unter solch einem großem Druck. Aber diese Jungs, die sind wirklich konzentriert bei der Sache dabei, jeder hat seine spezielle Aufgabe und jeder weiß, was zu tun ist. Allein in dieser kleinen Welt dabei sein zu dürfen, das war schon fantastisch.

Hast du nun eine andere Sichtweise, was deinen eigenen Job angeht? Du hast immerhin das Lenkrad entworfen, fühlt sich das jetzt anders an, nachdem du das Auto unter diesen besonderen Umständen im Einsatz gesehen hast?

- Für einen Designer ist es immer ein schönes Erlebnis, wenn man jene Teile, die man mal entworfen hat, dann im Einsatz sieht. Denn verfolgt man den Werdegang dieser Teile nicht gezielt, dann würde man ständig irgendwelche Teile entwerfen und das Endprodukt womöglich nie zu Gesicht bekommen. Ganz besonders dann, wenn diese Teile die Ebene erreichen, wo sie getestet und dann auch eingesetzt werden. Es ist eine Kette von vielen Vorgängen. Als Designer trägt man zu einem Glied dieser Kette bei, deren Ende dann erreicht ist, wenn das Auto fertiggestellt ist und auf der Rennstrecke oder bei Rallies zum Einsatz kommt.

Hat dich das nun mehr motiviert, das Auto auf der Strecke zu sehen und wie die Leute an ihm arbeiten?

- Ich habe nun eine viel größere Motivation, was dieses Projekt angeht. Es gehört momentan zwar nicht zu meiner Hauptaufgabe, aber nachdem ich Le Mans hautnah erlebt habe, wünschte ich mir, es wäre so. Teilweise liegt das an den gemachten Erfahrungen, aber auch weil ich nun mit eigenen Augen gesehen habe, um wie viel wir uns noch verbessern müssen – und können.

Das heißt, du könntest im Prinzip sofort zurück in dein Büro gehen und an Verbesserungen arbeiten?

- Ja, da gibt es definitiv Bereiche, die man sich noch einmal genauer anschauen sollte. Es war schon hilfreich das Auto auf der Strecke in Aktion zu sehen, um zum Beispiel zu verstehen, wie sich die Karosserie da verhält. Man kann zwar vor Ort nicht eben mal etwas ändern, aber es hilft definitiv das Auto vor Ort fahren zu sehen. Da schließt sich dann ein Kreis, der bei uns im Büro mit einer Idee seinen Anfang nimmt. Man arbeitet dann ein Konzept aus, beginnt als nächstes mit dem Entwerfen, erfolgt dann die Freigabe, beginnt die Teilefertigung, das Anbringen der Bauteile ans Auto, dann das Testen und schließlich der Renneinsatz. Bekommt man die Chance die Teile am Ende dieses Kreislaufs im Einsatz zu sehen und kann das Auto bei seinem Einsatz beobachten, dann ist das von großem Vorteil.

 

 

 

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