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Die GESCHICHTE der TOYOTA MOTORSPORT GmbH

Seit 1979 betreut die in Köln ansässige Toyota Motorsport GmbH verschiedene hochrangige Motorsportprogramme und betreibt ein Tuning- und Sportzubehörgeschäft.

Das Unternehmen wurde in Köln als Toyota Team Europe (TTE) gegründet und entwickelte sich rasch zum Synonym für Erfolge bei den Rallye-Weltmeisterschaften.

Unter der Leitung von Ove Andersson stand das Toyota Team Europe regelmäßig auf dem Siegertreppchen. Besonders stark präsentierte sich das Team bei der Safari-Rallye, die es viermal in fünf Jahren – von 1984 bis 1988 – mit verschiedenen Versionen des Toyota Celica gewann.

Zur selben Zeit weitete TTE sein Wettbewerbsengagement international aus und verhalf Mohammed Bin Sulayem zu vier aufeinanderfolgenden Nahost-Rallyemeisterschaften.

Schon bald, im Jahr 1990, folgte der Weltmeistertitel, als Carlos Sainz die Fahrermeisterschaft am Steuer eines Toyota Celica GT-Four gewann, der durch TTE vorbereitet und betreut wurde. Zwei Jahre später fügte er diesem Erfolg einen weiteren Weltmeistertitel hinzu.

1993 gewann TTE seinen ersten Konstrukteurstitel. Außerdem holte Juha Kankunnen die Fahrerkrone und sorgte so für einen historischen Doppelsieg, der im Jahr darauf sogar wiederholt wurde.

Im selben Jahr wurde TTE in Toyota Motorsport GmbH (TMG) umbenannt, nachdem die Toyota Motor Corporation (TMC) Alleineigentümerin geworden war.

Im Jahr darauf begann TMG seine Diversifizierung und gründete eine Tuning-Tochter mit dem Namen TTE – zu Ehren der Rallye-Erfolge, die unter diesem Banner gefeiert wurden.

Das Unternehmen setzte daraufhin seine Rallye-Erfolge fort. Das Team gewann 1994 beide Weltmeisterschaften: Didier Auriol holte den Fahrertitel, und TMG gewann die Konstrukteursmeisterschaft.

1996 brachte TTE seine ersten Tuning-Produkte europaweit auf den Markt, während TMG auf der Rennstrecke mit Armin Schwarz die europäische Rallyemeisterschaft gewann.

Nach seiner Diversifizierung aus dem Rallye-Sport in den Bereich der Tuning-Teile ging TMG 1998 den nächsten Schritt und beteiligte sich mit dem GT-One am 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Schon während des ersten Rennens bei den 24 Stunden von Le Mans fuhr der GT-One die schnellste Runde und stellte den Geschwindigkeitsrekord unter den Teilnehmern dieser Veranstaltung auf. Diese Leistungen wurden 12 Monate später wiederholt, als der GT-One außerdem von der Pole-Position startete. Am Ende aber reichte es nicht ganz: Der GT-One fuhr diesmal „nur“ auf den 2. Platz.

Im selben Jahr beendete TMG seine Teilnahme am internationalen Rallyesport – verdientermaßen nicht, ohne noch einmal Konstrukteursweltmeister geworden zu sein. Während seiner internationalen Rallyekarriere gewann das Unternehmen vier Fahrer- und drei Konstrukteurs-Weltmeisterschaften.

Das Jahr 1999 markierte eine neue Ära für TMG: Toyota gab bekannt, mit einem Team, das seinen Sitz in Köln haben sollte, in die Formel 1-Weltmeisterschaft der FIA einzusteigen.

Neben den verstärkten Vorbereitungen auf dieses Ereignis arbeitete unser Tuning-Bereich an seinem ersten Rennumbau: dem Lexus IS Kompressor.

2001 war das Jahr der Tests und Erprobungen, an dessen Ende Toyotas Formel 1-Debüt stand. Dabei setzte das TMG-Team sofort ein Achtungszeichen, als Mika Salo gleich beim ersten Rennen für Toyota in Australien als Sechster einen Punkt herausfuhr.

Zwischen 1998 und 2009 war TMG der einzige neue Konstrukteur in der Formel 1 – und eines von nur zwei Teams, die das gesamte Fahrzeug, einschließlich der Motoren, unter einem Dach fertigten. TMG entwickelte dabei seine Erfahrung und Kompetenz kontinuierlich weiter.

Im Jahr 2005 erreichte der von TMG konstruierte Rennwagen seine erste Pole-Position und seinen ersten Podiumsplatz, während im Tuning-Bereich der Sportumbau Corolla TS Kompressor in Kooperation mit TMC auf die Strecke fuhr.

In den darauffolgenden Jahren kamen weitere Pole-Positionen und Podiumsplätze hinzu. Diese Entwicklung fand 2009 in Bahrain ihren Höhepunkt, als die gesamte vorderste Startreihe aus Toyota-Fahrzeugen bestand. Am Ende der Saison gab TMC jedoch ihren sofortigen Rückzug aus der Formel 1 bekannt.

Am Ende standen für TMG in der Formel 1 dreizehn Podiumsplätze, drei Pole-Positionen, drei schnellste Runden und 278,5 Punkte zu Buche.

In Fortführung seiner Tradition der Diversifizierung, die bis in das Jahr 1979 zurückreicht, begann für TMG im November 2009 eine neue Ära als ein Kompetenz- und Hochleistungszentrum für Konstruktion, Entwicklung und Produktion. Zu unseren Kunden zählen in erster Linie die Automobilindustrie und der Motorsport.

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